Jeden Tag wieder: It’s a herrlicher Day!

Was braucht man nach einem Flug in einer Mini-Maschine, einer Nacht am Flughafen in Costa Rica und einem weiteren Flug in einer Mini-Maschine, beides übrigens mit der Fluggesellschaft Avianca, einer der unsichersten Fluggesellschaften der Welt? Richtig! Das Meer! Nicht umsonst heißt dieser Blog einfachmalmeersehen. Wir lieben es! Das erfrischende Wasser, das Geräusch der Wellen, das Plätschern beim Schwimmen, ewig lange Strände, die mehrmals am Tag zu Spaziergängen einladen, all die Handstände und Räder … mit dem Meer verbinden wir Freiheit. Lasst uns alle öfter einfach mal Meer sehen. Und genau deswegen fuhren wir nach Las Peñitas, einem kleinen Fischerörtchen im Westen Nicaraguas an der Pazifikküste.

Quelle: Google Maps

Anreise: Vom Busterminal UCA in Managua fahren regelmäßig Minibusse für 54 Cordoba (weniger als zwei Euro) nach León. Die Fahrt dauert ca. zwei Stunden. Vom Busterminal in León fährt man mit dem Taxi (definitiv nicht mehr als 20 Cordoba pro Person ausgeben) zum Markt. Dort geht es per Localbus, wir vermeiden absichtlich die Bezeichnung Chicken-Bus, nach Las Peñitas (weitere 13 Cordoba).

Wir hatten noch keine Unterkunft, wollten mal schauen, was es vor Ort so gibt. Schnell war ein Hostel gefunden, das aber nur noch zwei Betten frei hatte. Wir waren aber zu viert, denn Nadine und Viktor, unsere Travelbuddies aus Bolivien und Peru waren wieder zu uns gestoßen. Also suchten wir weiter und fanden das El Belga Loco, das Paradies auf Erden, wie sich in den nächsten Tagen herausstellen sollte. Las Peñitas hat nicht viel: mehrere lange Strandabschnitte, teilweise sehr hohe Wellen, ein paar Restaurants, ein paar Unterkünfte und eine Lagune, das war’s. Der perfekte Ort, um es ruhig angehen zu lassen! Wir mieteten uns Surfboards, surften immer, wenn die Wellen es hergaben, lagen in der Hängematte oder im Pool, fuhren für einen Tag nach León, machten Acro Yoga und genossen das Reiseleben.

Die Welle bis zum Strand gestanden, yes
Warten auf die Welle mit netter Pelikanbegleitung
Manchmal sieht surfen auch so aus
Oft aber auch so

In León lohnt es sich La Catedral de León zu besuchen. Von dem weißen Dach des UNESCO-Weltkulturerbes, das man barfuß begehen kann, sieht man die Stadt von oben, umgeben von kegelförmigen Vulkanen, die hier in Nicaragua die Landschaft säumen. Außerdem kann man sich in der Stadt gut mit Lebensmittel eindecken, die in Las Peñitas nämlich um einiges teurer sind.

Ein weiterer Ausflug und jetzt schon eines der Highlights der Reise war der Bootsausflug durch die Mangroven-Gewässer, bei dem wir viele verschieden Vögel beobachten konnten und sogar ein Krokodil gesehen haben. Das Ende der Tour, und auch das angedeutete Highlight, war das Freilassen von Baby-Meeresschildkröten an einem einsamen Strandabschnitt. Eine Organisation gräbt die Schildkröteneier am Strand aus oder kauft sie auf dem Markt ein und bewahrt sie bis zum Schlüpfen der Babys auf. Das mag ein grobes Eingreifen in die Natur darstellen. Leider sind Schildkröteneier sowohl bei anderen Tieren, als auch bei einheimischen Menschen sehr beliebt, sodass das Risiko, solch ein Nest der Natur zu überlassen, zu groß ist. Wir setzten die Sprösslinge in die Nähe des Wassers, das ihren Instinkt weckte. Einmal mit dem Wasser in Berührung gekommen, gab es kein Halten mehr und sie rannten förmlich ins kühle Nass, in die Freiheit. Aber hier lauern wiederum so viele Gefahren, dass nur 0,02 Prozent die ersten Tage überleben. Aus jedem 5000sten Ei wird also eine erwachsene Schildkröte. Traurig, aber eben so von Mutter Natur gewollt. Fragwürdig ist vielleicht, ob die Touristen die Schildkröten zum Wasser tragen müssen. Google hat uns aber verraten, dass viele Babys schon auf dem Weg über den Strand ihren Fressfeinden zum Opfer fallen. Dementsprechend haben die Kleinen diese Hürde zumindest schon mal ohne Anstrengung geschafft. Vielleicht wird auch das Bewusstsein für diese Tiere bei den Touristen durch die kurze Berührung geschärft. Schildkröten sind faszinierende Wesen, über oder unter Wasser. Auch wir in Deutschland können aus der Entfernung zu ihrem Erhalt beitragen. Jegliche Art von Plastik, zum Beispiel Gemüse- und Obsttüten in Supermärkten, ist Gift für die Unterwasserwelt, gefährdet und schadet den schönen Tieren. Beim nächsten Einkauf ist es vielleicht gar nicht notwendig alles in Plastiktüten zu packen?! Ein guter Einkaufskorb oder ein Jutebeutel tun es oft auch. Wir freuen uns, wenn ihr beim nächsten Einkauf an diesen Artikel denkt und die Natur nicht mir noch mehr Palstikmüll belastet. 

Natur pur

Im Belga Loco gab es so gute Snacks wie Burritos oder Nachos con Carne, dass wir manchmal die Unterkunft nur für die 50 Meter zum Meer und Strand verließen. Herrlich! Abends stellten wir uns die Liegestühle in den Sand und bestaunten den Sonnenuntergang mit einem leckeren Belga Loco Cocktail in der Hand. Noch mal herrlich! Gabi würde sagen „It’s a herrlicher Day!“ Und das war’s auch, sieben Tage lang.

Eat • Sleep • Surf • Repeat

Fazit: Las Peñitas ist ein kleines Örtchen, dass trotz seiner schönen Strände, (noch) nicht vollkommen dem Tourismus verfallen ist. Dennoch gibt es ausreichend viele Unterkünfte und Essensmöglichkeiten. Die Hauptaktivität ist mit Sicherheit das Surfen. Wir finden Las Peñitas einen wunderschönen, ruhigen Ort, um einfach mal die Seele baumeln zu lassen. Der Surf sollte hier der beste unserer Zeit in Nicaragua sein.


2 Gedanken zu “Jeden Tag wieder: It’s a herrlicher Day!

  1. Hey ihr beiden, (erneut) traumhafte Bilder.. und im Kampf gegen Plastikmüll habt ihr meine volle Unterstützung!!
    Bei eurer Rückkehr erwarten uns surfende Salsa-Profis?!

    Liken

  2. Oh man…ich möchte auch Sonne,Strand und Cocktails!

    Wehe ihr bringt in märz die Sonne nicht mit nach Deutschland!
    Freue mich schon sehr auf euch :-*

    Liken

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s