Unsere persönliche Dschungelprüfung

Nachdem wir uns weitestegehend von der Vulkanbesteigung und Sebastian sich von seiner Krankheit erholt hatte, ging es von Antigua mit einem Minibus nach Lanquin bzw. Semuc Champey. Die neunstündige Busfahrt war alles andere als bequem, aber so ist das nunmal wenn man günstig reisen will (die Busfahrt gabs für weniger als 17€). 

Unser „Shuttle“ zum Utopia Eco Hotel

Unsere Unterkunft, das Utopia Eco Hotel, lag unweit des Eingangs zu Semuc Champey und wurde uns von einer ehemaligen Kollegin von Samira empfohlen. Denn dort lebt und arbeitet Pia, die aus Deutschland stammt, und sich im Dschungel niedergelassen hat. Das Hotel verfügt über ein Haupthaus, in dem auch ein großes Mehrbettzimmer, mehrere Hängematten zum Schlafen und die Nooks, kleine Nebenräume mit ein wenig mehr Privatsphäre, untergebracht sind. Es gibt auch noch kleine Cabañas, um das Haupthaus verteilt und wer es luxeriöser haben möchte, kann sich eine River Front Cabin nehmen, dann auch mit eigenem Bad. Für Samira, immer noch kein Freund von Krabbeltieren, waren die zwei Nächte eine kleine Herausforderung und wir beide können Pia nur für Ihren Mut bewundern, aus Deutschland mitten in den Dschungel ausgewandert zu sein. 

Aber zum Glück waren wir ja nicht gekommen, um uns auf Tarantel und Co. zu konzentrieren, sondern um die türkis-blauen Naturpools zu sehen, für die diese Gegend bekannt ist. Nachdem es morgens noch stark geregnet hatte, klarte es glücklicherweise mittags auf und wir brachen in Begleitung von Chris, einem laufstarken Australier, auf. Der Weg vom Utopia Eco Hotel zum Eingang von Semuc Champey führte uns an einem Fluss entlang und dauerte ca. 45 Minuten. Alle Einheimischen, die uns auf dem Weg begegneten waren überaus freundlich, man sollte hier dennoch lieber in einer größeren Gruppe wandern, statt alleine. Grund dafür sind sicherlich nicht die vielen Kinder, die einem Schokolade verkaufen wollen. 😊

Vom Parkeingang kletterten wir zum Aussichtspunkt, ein ca. 30 minütiger Weg, der sich aufgrund des morgendlichen Regens als ziemlich glitschig entpuppte. Von dort oben hatten wir dann einen tollen Blick auf die Pools und die umliegende Natur. 

Wir kletterten den Weg nicht wieder zurück, sondern nahmen den Pfad weiter in den Dschungel hinein und kamen nach 700 Metern bei den Pools an. Nach dem anstrengenden Weg hoch und runter ist nichts besser, als sich in dem frischen Wasser abzukühlen.

Wenn man dann noch hungrig auf dem Rückweg zur Unterkunft ist, bieten Straßenstände ein Buffet für kleines Geld an. Klar, Lebensmittelvergiftung nicht ausgeschlossen, aber … wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Das Essen war lecker und wir fühlten uns auch noch am nächsten Tag bei der achtstündigen Fahrt nach Flores gut. 

Fazit: Die Naturpools von Semuc Champey sind einen Besuch wert, wenn man genügend Zeit hat. Rast man durch das Land, so wie wir es getan haben, ist ein Stopp nicht unbedingt zu empfehlen, da man einen großen Teil der Strecke wieder zurück fährt, um zum Beispiel nach Flores gelangen.

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4 Gedanken zu “Unsere persönliche Dschungelprüfung

  1. Ich verschlinge die spannenden Berichte! Sie sind eine wunderbare Unterbrechung des Alltags und ich finde es jetzt schon schade, dass die Reise bald zu Ende ist. Geniesst die Zeit!!

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